Streichholzschachtel – Lochkamera

An Ostern hatte ich zwei hormongeplagte Tage: ein Tag war ich superpissig unterwegs und habe meine Jungs einiges an den Kopf geworfen. Am nächsten Tag dann das große Heulen mit Gliederschmerzen ohne Ende. An solchen Tagen helfen zwei Sachen: CP muss mich in einem mords-tempo durch den Wald jagen (danach bin ich zu müde zum pissig sein) und ich muss was basteln (dann jammer ich nicht so viel).

Das Bastelprojekt war dann eine Matchbox Pinhole – nach dieser Anleitung: http://matchboxpinhole.com/ sieht leicht aus, kann man auch leicht nachbasteln, und dieses kleine Plastikding, was den Film festhält, ist genial. Beim weiterdrehen klickt es auch schön und man kann die Abstände einschätzen. Sehr gut ausgedacht. Das man allerdings mit einer stumpfen Nähnadel kein wirklich akkurates Loch in Blech bekommt, ist mir jetzt erst hinterher klar geworden 😉 wenn man sich also da noch mehr Mühe gibt, sollten die Bilder auch ein bisschen schärfer werden.

Als Film habe ich einen alten, abgelaufenen genommen, der auch schon einen Sommerurlaub im Auto mit verbracht hat (bei 40 Grad Außentemperatur, man kann sich vorstellen wie schön er schon vor sich hin geköchelt hat). Ein CineStill Film 50 Daylight. Also auch nur 50 Iso. Und so habe ich bei der C41 Entwicklung einfach noch gepusht, so gefühlsmäßig zwei Stufen. Dazu muss ich aber auch noch ehrlich sagen, das meine C41 Suppe schon den Zenit überschritten hat (anstatt max. 8 Entwicklungen waren da schon 12 Filme drin). Sozusagen war es eh Glück, das überhaupt was auf dem Film war.

Hier also ein paar Ergebnisse. Mit Klebeband hab ich die Kamera auch an Wände gepappt und uns dann beim Abendessen oder mich beim lesen „fotografiert“, mit einer Belichtungszeit von ungefähr 31-47 Minuten. Plusminus. Draussen waren es so 3-5 Sekunden, bei Wolken auch mal 10 Sekunden. Wie gesagt, es wundert mich eh das man was erkennt.

Nicole Malek

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