Die Stille. Aus dem feinen Dunst sickert sie hervor.

Das ist der Titel der aktuellen Ausstellung von Hannah Schemel und Steffen Diemer – und da es Sonntag war, und wir die beiden mal wieder unbedingt sehen wollten, sind wir früh zur Vernissage gefahren. Nach der vollen letzten Woche (Kurztrip Berlin, Familienfeier Einschulung etc…) waren also unsere dunklen Augenringe (zusammen mit uns) in Schriesheim. Hier konnten wir die diversen Katerchen der Woche direkt noch einmal am Weinbüffet aufwärmen. Wenn doch alles so schön wäre wie Sonntags um elf mit einem Wein in der Hand schöne Fotos zu betrachten. Es gab Canapés vom Hotel nebenan gesponsert: Blätterteiggedöns mit Datteln und Kaviar, und ich hatte direkt einen Monte-Carlo VIP-Moment (also… gefühlt).

Einige Bilder kannten wir schon – aber viele noch nicht – und es war eine wirklich gelungene Veranstaltung. Begrüßt wurden die Besucher*innen von Tom Feritsch vom Museum. Die Einführung übernahm Prof. Dr. Anna-Katharina Gisbertz, und hat so schön zusammen gefasst, was die Beiden in ihren Bildern ausdrücken und die Technik dahinter erklärt. Und hat dazu noch Bücher empfohlen, die den japanischen Hintergrund vertiefen. Ich hab sie hier mal notiert, falls jemand vom Büffet abgelenkt war, und sich jetzt ärgert, nicht zugehört zu haben: Lob des Schattens und Lob der Meisterschaft von Tanizaki Jun’ichirō, wobei ich ganz persönlich das erste mehr mag.
Der Stellvertreter vom Bürgermeister und ein Weinpräsent waren auch da.

Das Museum Théo Kerg ist über einen kleinen Hinterhof von der Straße zu erreichen, und ist ein altes, schönes Gebäude. An den Fotos sieht man es ein bisschen, wie verwinkelt, tief und dunkel die Räume oben wirken. Was auch wieder zu Lob des Schattens passt. Ein Besuch lohnt sich wirklich – mehr Infos auf der Webseite.

Draußen habe ich mit einem HP5+ (auf 1600 gepusht) fotografiert, im Gebäude hat der Ilford 3200 sein bestes gegeben. Kamera: Rolleiflex 3.5

August 2, 2022

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