Ostrale in Dresden

In Dresden haben wir Freunde besucht und von denen wurde uns die Ostrale empfohlen. 200 Künstler aus 30 Ländern, bunt gemischt zwischen unbekannten und bekannten Malern, Fotografen, Bildhauer, Tänzer, Performer, Videokünstler… und: Zeitgenössisch!

Das Ganze liegt außerhalb, wir sind trotzdem die ganze Strecke von der äussere Neustadt, innere Vorstadt, Zentrum, Messe gelaufen, und kamen auch noch an der größten Mittelalterparty vorbei, die dieses Wochenende auch war. Eine Stadt erlaufen ist zwar anstrengender, aber man sieht einfach viel mehr, Ecken die nicht im Reiseführer stehen. Es hält natürlich auch eine Stadtbahn direkt vor der Eingangstüre.

Eigentlich hatte ich gedacht, die Ausstellung ist knallvoll, da Familien Wochenende ist. in meinen Kopf sah das so aus: Hallen voller schreiende Kleinkinder, die ständig an alles hin fassen und mich mit ihren dreckigen Pfotzen anfassen oder voll rotzen. Dazwischen dann entweder die völlig lässigen Eltern, die ihre Kinder eben alles machen lassen oder dann die super peniblen, die man schon von 30 m Entfernung schreien hört (Tschantaaaaale! Tu Finger wech!).

Weder noch. Es war eine himmlische Stille! In den Ausstellungsräumen waren wir teilweise allein. Eines der Stücke, ein riesengroßes Plastikei mit eingegossen Fotografien, hat aber nicht in die Tasche gepasst. Die groß angekündigte kostenlose Führung für Kinder wurde dann vermutlich abgesagt, war sowieso kein Kind da.

Vielleicht haben sich manche von der Hitze abschrecken lassen, vielleicht habens manche auch nicht so mit dem selber Denken, oder die Eintrittspreisen waren zu heftig… auf jeden Fall war echt nichts los. Ein Erwachsener zahlt 14 €, wenn man die Führung mitmacht noch mal 5 €.

In der Bar gibt es ein paar Kleinigkeiten zu essen (Gulaschsuppe oder Wiener Würstchen, Kuchen) und Getränke, ich fand aber alles völlig überteuert (3€ für 1/2 Liter Wasser in der Plastikflasche). Nach unserer Wanderung hatten wir Durst, jeder zwei Wasser, 12€. Jeder ne Suppe (je kleiner (!) Tasse 3,50€) mit Brot vom Lidl, jeder ein Eis (je 2,50€), alles zusammen für nicht satt 24€. Fand ich für das Bisschen zuviel. Lag vielleicht auch daran, dass wir frisch aus Prag kamen und andere Preise im Kopf hatten.

Die Ausstellung selbst ist wirklich riesig, man sollte wirklich 2-3 Stunden Zeit mitbringen, mindestens. Vor manchen Sachen standen wir ewig, bei anderen konnten wir wenig mit anfangen. Eins der Werke hab ich gleich an Jan geschickt, ob er mirs erklären kann… ich glaube er lacht heute noch:

  
Der Burner war dieses Teil, das auf Berührung reagiert:

  
Hier noch ein paar Werke, die ich spannend fand:

   
    
   
Und auch sehr nett: Im Klo wird man aufgefordert, die Wände zu bemalen!

   
 Ich fand die Ausstellung auf jeden Fall spitze und würden sie uneingeschränkt weiter empfehlen! Aber Wasser und was zum knabbern nicht vergessen 🙂

Nicole Malek

August 9, 2015

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