Fototour Teil 1 – Dresden

Dresden hat sich mal wieder von der besten Seite gezeigt. Langsam fühlt es sich an wie nach Hause kommen. Nicht nur, weil Dresdens Neustadt meinem inneren Links-Punk entspricht (ich liebe selbstgedichtete Bullenschweine-Lieder), sondern auch wegen der jungen, aktuellen Kunst, den Leuten und den Gegensätzen. Dresden ist gleichzeitig altmodisch, verbohrt und dann wieder weltoffen, tolerant, bunt. Jeder Stadtteil ist eine andere Welt – jedesmal spannend.

Liebe Freunde besucht, an deren niedlichem Kind bemerkt, das schon wieder ein Jahr vergangen ist. Mit Kristin und Fahrrädern an der Elbe entlang zu Annette aufs Land gefahren – Grillen mit Bierchen bei Sonnenschein – Ingo kam noch dazu – tolle Gespräche über Fotografie, Kunst, Kunstszene mit kleinen Lästereien – wie wunderbar doch Dresden ist!

Ich hatte diesmal Fiona als meine „Hauptkamera“ dabei, klar war auch noch Frank, Diana und die kleine Beroquick dabei, aber ich habe so oft wie möglich versucht, die 13×18 Kamera raus zu holen. Joah man fällt natürlich immer mal wieder auf mit Fiona, frau bekommt auch immer wieder Erklärungen von Männern und jede Menge Ratschläge – natürlich ungefragt. Diesmal ist es sogar CP aufgefallen, das Männer grundsätzlich immer erst mal davon ausgehen, dass ich Fiona nur als Handtasche dabei hab und ansonsten im Kopf nur heiße Luft. Meistens bin ich dann halt einfach ruhig, was soll man dazu sagen.

Als ich alle Filme hinterher entwickelt habe, habe ich festgestellt, das ich im Moment wieder eine sehr starke Lomo-Phase habe. Lag denke ich an den Kameras, mit der Rolleiflex mach ich ordentliche, überlegte Bilder. Aber Frank ist immer aufgeregt und Diana einfach nur ne Knipse.

Oh und wir waren natürlich noch auf einer kleinen Vernissage, deren Einladung ich irgendwo entdeckt habe… ich glaube bei Gerstäcker (hab mir tolles unbehandeltes Papier gekauft für Kallitypie!). Auf jeden Fall sind wir dann abends im Kunztraum Dresden eingefallen. Neustadt, junge Künstler, gleich drei davon – es gab an der Theke Bier zu kaufen – und… Installationen. CP hat ein bisschen die Augen verdreht, aber ich fands – wie vorauszusehen – sehr lässig. Nunja, bei den „den Kunstvögeln“ musste ich aufpassen, dass ich nicht zu sehr die Stirn hochzieh bei dieser vorhersehbaren Belanglosigkeit – in meinem Alter bleiben da leicht Falten zurück. Auch „Knüller“ war… nunja. Knüllerkönig Zesch wird nicht auf meiner Beobachtenliste bleiben. Alex Lebus – die Einzige Frau der Truppe – hatte meiner Meinung nach die interessantesten Installationen. Was man ansonsten so von der Frau liest, lässt aufhorchen. Sollte man sich merken, den Namen.

Wir waren auch noch bei der Ausstellung „Sibylle 1956-1995“, die wirklich sehenswert ist. Deshalb gibts dazu einen eigenen Blogeintrag.

Zum Schluss leg ich Euch noch unseren Lieblingstürken ans Herz – wir essen da JEDESMAL. So super! Wer mal in Dresden ist, sollte unbedingt mal hingehen.

Nicole Malek

Juni 22, 2018

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