Lola rennt (nicht mehr)

Zur letzten Jam-Session in Heilbronn hat mich Klaus wieder überrascht mit einem hübschen Geschenk: eine ICA Plattenkamera, 1:6,8er Objektiv, ich schätze das ist eine „Lola“ ca. 1910/20 hergestellt. Was man so alles findet, wenn man umzieht! Klaus bringt mir immer wieder was cooles mit! Danke 🙂

Zuerst hab ich natürlich gedacht, dass ich diese Kamera für Wetplates nehme. Klein, handlich, und mit Wechselkassetten, ursprünglich auch für Glasplatten gedacht (aber Trockenplatten vermutlich). Allerdings kommt die Lola schon ganz schön geschunden daher, Wettrennen hat die keine mehr vor sich, eher so gemütlich mit dem Rollator zum Aldi.

Um sie richtig zu testen bräuchte ich ja einen Plattenhalter… keine dabei. Sucher gibts auch nicht mehr. Entfernungseinstellung fehlt auch ein kleiner Hebel… letztenendlich hab ich mich entschieden, einfach ein Fotopapier einzulegen, Blende 36, geschätzte 15 Sekunden zu belichten und zu entwickeln. Dann habe ich zwar ein Negativ auf Papier, aber um zu sehen ob der Balgen noch dicht ist und wie sich das Objektiv so macht, reicht das doch allemal! Das Ergebnis ist echt hübsch! Ein bisschen wie Polaroid, so schnell wie man da das Papier auf der Hand hält… 😉

Bilder unten: Kamera Lola in der Dunkelkammer vorm befüllen, draußen und das Ergebnis einmal wie es ist gescannt und einmal im Photoshop auf Positiv gedreht.

Nicole Malek

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