Diana F+ – die Teilzeitzicke

Beim Thema Lomographie kann ich Stand heute sagen: wenn nochmal irgendjemand sagt, das sei nur eine Dummknipserei ohne Können und Wissen… der bekommt von mir kein Lutscher mehr. Manche bekommen mit diesen Plastikbombern (ja, auch die Linse ist aus Plastik!) Fotos hin, da fällt mir mein heilichs Blechle ab. Und in Analog, da könnten sich manche Digiknipser was abgucken. Nix da mit 1000 Bilder machen, gleich nach dem Knipsen ein Blick drauf werfen, und dann eins davon so lang im Photoshop retuschieren, das es nach was aussieht. Nö. 12 Bilder, dann Entwickeln, dann Frust. Oder Lust.

Aber ja, es ist ein langer Weg, den man da gehen kann. Wenn man denn irre genug ist.

Nach meinem ersten Versuch mit der La Sardina hatte ich ja schon ein paar Frustfalten am Popsch mehr. Die neue Diana F+ sollte dann aber sooo viel besser sein. Mittelformat, klein, schwarz, gut. Nicht nur Langzeitbelichtungen, Blitzen, Doppelbelichtungen, sondern auch Pinnhole sind möglich. Sehr nett. Mit einem Farbfilm bin ich sämtliche Einstellungen durch gegangen, dabei alles dokumentiert, damit ich es nachher wieder weiß… Film entwickelt und siehe da – die Kiste lässt Licht rein, deshalb hab ich alle Nummern vom Papier auch auf dem Film. Super. Halben Tag arbeit umsonst, eine Falte mehr.

Ich war so gefrustet, das ich nicht mal mit CP drüber reden wollte. Aber: Heute ein neuer Tag, neuer Versuch – und eine abgeklebte Rückwand später – sind doch ein paar Bilder was geworden. Jepp, die Kamera darf bleiben. Im Gegensatz zu der hässlich orangenen Sardinenbüchse, die ist über Kleinanzeigen schon wieder weg. Ich bin gerecht, aber hart.

Nicole Malek

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2 Comments

  1. Antworten

    jko

    Februar 11, 2017

    LOMOgrafie is geil!!!!!
    Dein Bericht auch 😉

    • Antworten

      Nicole Malek

      Februar 11, 2017

      :-*

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